Mit modernsten Methoden zur Sicherheit und einer entspannten Schwangerschaft

Liebe Patientin,

eine Ultraschalluntersuchung hat nach heutigem Wissensstand keine negativen Auswirkungen für Mutter oder Kind. Dies gilt auch für häufigere Untersuchungen.

Auch bei guter Gerätequalität, größter Sorgfalt und Erfahrung des Untersuchers können nie alle Fehlbildungen oder Erkrankungen ausgeschlossen oder erkannt werden. Es ist möglich, dass bestimmte Defekte nicht erkannt werden, wie beispielsweise ein Loch in der Herzscheidewand, eine kleine Lippen-Kiefer-Gaumenspalte, kleinere Defekte im Bereich der Wirbelsäule sowie Finger- und Zehenfehlbildungen.

Zusätzlich kann die Beurteilbarkeit durch ungünstige Untersuchungsbedingungen erschwert sein, z. B.

- Verminderte Fruchtwassermenge

- Ungünstige Kindslage

- Kräftige mütterliche Bauchdecke

- Narben

- Fortgeschrittenes Schwangerschaftsalter

Manche Krankheiten, wie Chromosomenstörungen (z.B. Trisomie 21) oder bestimmte Stoffwechselstörungen können mit Ultraschalluntersuchungen nicht ausgeschlossen werden. Hierfür stehen invasive Methoden wie Fruchtwasserpunktion oder Plazentapunktion zur Verfügung. Aus den genannten Gründen kann aus einem unauffälligen Ultraschallbefund nicht mit absoluter Sicherheit abgeleitet werden, dass Ihr Kind normal entwickelt und gesund ist.

 

Untersuchungen im 1. Drittel der Schwangerschaft

 

First-Trimester-Screening - Nackenfaltenmesssung

Heutzutage biete ich allen Schwangeren das sogenannte First-Trimester-Screening (FTS) an. Hierbei kann das individuelle Risiko für Chromosomenstörungen sehr genau bestimmt werden. Es handelt sich dabei um das Diagnoseprogramm der Fetal Medicine Foundation - FMF ( www.fmf-deutschland.eu), welches nur von zertifizierten Ärzten angeboten werden kann.

Dazu werden zwischen der 11. und der 14. Schwangerschaftswoche (SSW) mit Hilfe einer Blutabnahme 2 Werte bestimmt (free-ß-HCG und PAPP A) sowie eine Ultraschalluntersuchung durchgeführt, bei der Ihr Kind genau untersucht und vermessen wird. Insbesondere werden hierbei der kindliche Nacken, das Nasenbein sowie das kindliche Herz untersucht.

Aus den so erhaltenen Daten wird unter Einbeziehung des mütterlichen Alters mit Hilfe der speziellen Software der FMF das Risiko für das Vorliegen einer Chromosomenanomalie errechnet. Mit dieser Methode können Chromosomenstörungen und auch viele nicht chromosomale Erkrankungen mit über 90 %-iger Sicherheit ausgeschlossen werden.

 

Neue Bluttests auf kindliche Chromosomenstörungen - ( z.B. "Harmony-Test")

Unter anderem mit dem "Harmony-Test" (http://www.harmony-test.de) stehen uns jetzt Testverfahren verschiedener Anbieter zur Verfügung, mit denen es möglich ist, kindliche Chromosomenstörungen aus mütterlichem Blut mit einer Sicherheit von etwa 98 - 99 % nachzuweisen bzw. auszuschließen.

Nicht zuletzt aufgrund der nicht unerheblichen Kosten ist der Test bislang Risikoschwangeren (z. B. erhöhtes mütterliches Alter, Auffälligkeiten bei der Ultraschalluntersuchung) vorbehalten und wird in der Regel ab der 12. Schwangerschaftswoche im Anschluß an die Nackentransparenzmessung durchgeführt, um Fruchtwasseruntersuchungen zu vermeiden.

Mit diesem Test können die häufigsten Chromosomenstörungen sehr sicher ausgeschlossen werden. Allerdings kann dieser Test keine Aussage machen zum Vorliegen von anderen kindlichen Fehlbildungen, wie Herzfehler, Lippen-Kiefer-Gaumenspalte, offenem Rücken, Fehlstellungen der Extremitäten oder anderem. Von daher ergänzt er die Möglichkeiten der Ultraschalldiagnostik und hilft eventuell risikobehaftete Eingriffe wie Amniozentesen (Fruchtwasseruntersuchungen) zu vermeiden.

Der "Harmony-Test" kann im Zusammenhang mit einer individuellen Beratung im Anschluss an eine genaue Ultraschall-Feindiagnostik (First-Trimester-Screening) ab der 12. Schwangerschaftswoche veranlasst werden.

Die Kosten des Tests werden über Kreditkarte (Master- oder VISA) direkt vom zuständigen Labor nach Vorliegen des Ergebnisses eingezogen. Auch diese Kosten werden in der Regel nicht von den Krankenkassen erstattet.

Es gibt jedoch einige Krankenkassen, die die Kosten bei Risikopatientinnen (z. B. älter als 35 Jahre) rückwirkend erstatten.

Das Ergebnis der Untersuchung liegt nach 14 Tagen vor.

 

Untersuchungen im 2. Drittel der Schwangerschaft

In der 20. - 22. Schwangerschaftswoche findet eine ausführliche Untersuchung (sogenannter großer Ultraschall oder Organ-Ultraschall) statt. Hier werden die Organe des Kindes im Detail untersucht. In gleicher Sitzung kann eine sogenannte Farbdoppleruntersuchung der mütterlichen Gefäße stattfinden, um ein erhöhtes Risiko für eine sogenannte Schwangerschaftsvergiftung auszuschließen.

Wie alle Ultraschalluntersuchungen, ist auch diese Untersuchung stark von den Untersuchungsbedingungen abhängig. Sie wird an einem sogenannten "High-end"-Ultraschallgerät der neuesten Generation durchgeführt. Dies garantiert Ihnen den modernsten technischen Standard. Dafür bin ich nach den Standards der Deutschen Gesellschaft für Ultraschall in der Medizin - DEGUM (www.degum.de) qualifiziert. Dies wiederum garantiert Ihnen einen hohen Stand von Aus- und Fortbildung.

In der 24. - 28. SSW empfehle ich Ihnen einen Blutzuckerbelastungstest zum Ausschluss eines sogenannten Gestationsdiabetes durchführen zu lassen.

Kompetent - Vielseitig - Persönlich: Genau so möchte ich Sie während Ihrer Schwangerschaft betreuen.

Dr. med. Dirk Ater - Ihr Frauenarzt in Gießen

 

 
 
 
Dr. med. Alter – Frankfurter Str. 17A – 35390 Gießen – 0641-97 222 500 – info@dr-alter-frauenarzt.de